Psychotherapie

Was ist das und wie geht das ?

Ob privat oder beruflich, ob plötzliche Veränderungen in unseren Beziehungen und Strukturen, Krankheit oder Tod. Es gibt vielfältige Krisen, die unser Leben erschüttern und unser bisheriges Denken und Fühlen in Frage stellen können. Eine solche Krise bietet die Chance für eine Entwicklung, kann uns aber auch so destabilisieren, dass wir Symptome entwickeln und krank werden. Dann brauchen wir Unterstützung. Psychotherapie kann eine solche Unterstützung sein.

Wann ist eine Psychotherapie sinnvoll?

Eine Psychotherapie ist dann ratsam, wenn psychische Probleme nicht mehr allein oder mit Hilfe der Familie oder von Freunden gelöst werden können, zu Krankheitserscheinungen führen und im schlimmsten Fall die alltäglichen Anforderungen des Lebens nicht mehr bewältigt werden können. Vor dem Beginn einer psychotherapeutischen Behandlung sollte vom Hausarzt oder ggf. von einem Facharzt eine körperliche Erkrankung als Ursache der Beschwerden ausgeschlossen werden (z. B. eine Schilddrüsenunter- oder überfunktion).

Was kann man sich unter einer Psychotherapie vorstellen?

Alle psychotherapeutischen Behandlungen haben gemeinsam, dass sie über das persönliche Gespräch mit einem theoretisch und praktisch ausgebildeten Psychotherapeuten erfolgen, das durch spezielle Methoden und Techniken ergänzt werden kann. Psychotherapeuten unterliegen der Schweigepflicht und der Berufsordnung Ihres Berufsstandes. Es ist ihnen ausdrücklich verboten, persönliche Informationen über Patienten ohne deren ausdrückliches Einverständnis an andere weiterzugeben.

Die ersten Gesprächstermine dienen dem Kennenlernen und der Abklärung, ob Sie eine behandlungsbedürftige Krankheit haben. Dr. Schmitt wird Sie fragen, welche seelischen Beschwerden Sie haben, wie lange Sie diese Beschwerden haben, wie diese sich in Ihrem Alltag bemerkbar machen und was Sie bisher unternommen haben, um wieder besser zurecht zu kommen. Der Therapeut fragt Sie auch, warum Sie eine Psychotherapie möchten und was Sie von der Behandlung erwarten. Er fragt dies, um Ihre Erwartungen besser zu verstehen und prüfen zu können, ob er Ihnen mit seinen Therapieangeboten helfen kann. Das Wichtigste an diesen ersten Gesprächen ist, dass Sie sich auch einen Eindruck verschaffen, ob Sie offen und vertrauensvoll mit dem Psychotherapeuten sprechen können. Sie sollten mit der Psychotherapeutin oder dem Psychotherapeuten auch über Themen sprechen können, die Ihnen vielleicht peinlich oder schmerzlich sind oder Sie ängstigen.

Der Psychotherapeut als Begleiter

Einen Psychotherapeuten kann man sich als einen erfahrenen Begleiter vorstellen, der einem Klienten hilft, sich auf unwegsamem oder neuem Gelände zurechtzufinden und die eigenen (vielleicht unbewussten) Stärken zu finden oder zu entwickeln. Psychotherapie wirkt nicht von heute auf morgen, so wie auch die meisten seelischen Erkrankungen oft über eine lange Zeit entstanden sind. Sie sollten sich deshalb auf eine Behandlungsdauer von einigen Monaten einstellen. Die Dauer einer Psychotherapie kann je nach Krankheit und Schweregrad sehr unterschiedlich sein. Das „natürliche Ende“ der Therapie ist dann erreicht, wenn die Klientin / der Klient spürt, dass die Therapieziele erreicht sind und das Therapieende in den Sitzungen besprochen und bearbeitet wurde.

In der Praxis Dr. Schmitt angewandte Psychotherapiemethoden:

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie sieht Krankheitssymptome als Folge von aktuellen Konflikten in Beziehungen oder von nicht bewältigten Beziehungserfahrungen und Konflikten aus früheren Lebensphasen. Diese Konflikte und Erfahrungen können das spätere Leben bestimmen und psychische Erkrankungen zur Folge haben. Ziel der Behandlung ist es die den aktuellen Symptomen zugrundeliegenden unbewussten Motive und Konflikte zu erkennen und sich mit diesen auseinanderzusetzen.

Die Klientin oder der Klient werden von Dr. Schmitt dabei unterstützt, durch Einsichten in die Zusammenhänge und Ursachen der aktuellen Symptome Veränderungen im Erleben, Verhalten und Beziehungsmustern zu erreichen.

Die vertrauensvolle und wertschätzende therapeutische Beziehung spielt eine wichtige heilsame Rolle, weil dabei korrigierende positive Erfahrungen möglich sind.

Bei der tiefenpsychologischen Psychotherapie sitzt der Patient im Gegensatz zur klassischen Psychoanalyse. Im Regelfall findet eine therapeutische Sitzung einmal pro Woche über 50 Minuten statt. Der Focus liegt auf aktuellen Problemen und Symptomen.

 

Die Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie oder Psychodynamische Therapie ist eine Weiterentwicklung aus der Klassischen Psychoanalyse von Sigmund Freud.

Motivational Interviewing oder deutsch Motivierende Gesprächsführung ist ein klientenzentrierter Beratungsansatz, der ursprünglich von William Miller und Stephen Rollnick für die Suchtarbeit entwickelt wurde.

Dabei geht es darum, sich ein Ziel zu erarbeiten, mit Hilfe des Therapeuten sich der inneren Ambivalenz/Widersprüchlichkeiten hinsichtlich dieses Zieles bewusst zu werden (Pro – Contra), die Veränderungsbereitschaft aufzubauen und die sogenannte Selbstwirksamkeit zu erhöhen. Sobald ausreichende Veränderungsmotivation vorhanden ist, werden konkrete Ziele und Veränderungspläne erarbeitet und die Umsetzungsbereitschaft gestärkt. 

Das Autogene Training ist ein wirksames Entspannungsverfahren, das fast jedem bei regelmäßigem Training ermöglicht, sich selbst durch Konzentration mit Hilfe von bestimmten einfachen Formeln in einen körperlich und seelisch entspannten Zustand zu versetzen.

Autogenes Training oder „Konzentrative Selbstentspannung“ wurde vom Arzt Johannes Heinrich Schultz als eine Art Selbsthypnose entwickelt. Es ist eine wertvolle Hilfe zur Bewältigung von Stress, psychosomatischen Beschwerden, Schlafstörungen, Schmerzen und zum Erreichen größerer Gelassenheit im Leben.

Bereits Sigmund Freund hat in der Klassischen Psychoanalyse Träume als den „ Königsweg zum Unbewussten“ bezeichnet, das Traumgeschehen als wichtige Informationsquelle über unbewusste Erlebensweisen des Menschen aufgefasst.

Auch in der Tiefenpsychologischen Psychotherapie wird auf dieser Grundlage mit Träumen gearbeitet, auf deren Einbringen in die Therapie Dr. Schmitt ausdrücklich Wert legt.  

Daneben habe ich mich intensiv mit der analytischen Psychologie des Schweizer Psychiaters und Psychotherapeuten Carl Gustav Jung, seiner Art Träume, Symbole und Mythen zu deuten beschäftigt. Dieses Wissen versuche ich in meine psychotherapeutische Arbeit mit den Träumen meiner Klienten zu integrieren.

Jung betonte, dass es keine „gebrauchsfertige systematische Anleitung zur Traumdeutung gibt, „ als ob man einfach ein Nachschlagewerk kaufen, ein bestimmtes Symbol und seine Bedeutung heraussuchen könnte“. Ein Traum ist von der persönlichen Situation des Einzelnen und seiner inneren Wirklichkeit abhängig. Er kann wertvolle Hinweise für den Kern des inneren Zustandes und die Entwicklungsmöglichkeiten eines Menschen geben.

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